Dieter Althaus

37308 Heilbad Heiligenstadt

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Gelebte Solidarit├Ąt

Gastbeitrag von Dieter Althaus im Allgemeinen Anzeiger am Sonntag ├╝ber Chancengerechtigkeit und die Familienoffensive

Liebe Leserinnen,
liebe Leser,

Pfingsten erinnert uns urspr├╝nglich an die Entsendung des Heiligen Geistes und zugleich beenden wir an diesem langen Wochenende die Osterzeit. Pfingsten ist aber auch ein Fest f├╝r die ganze Familie. Ich freue mich auf Mu├če f├╝r pers├Ânliche Begegnungen, gute Gespr├Ąche und gemeinsame Spazierg├Ąnge.

Familie bedeutet vor allem emotionale N├Ąhe, gelebte Solidarit├Ąt und wertorientierte Erziehung. Die Erfahrung verl├Ąsslicher Beziehungen und vertrauensvoller Bindungen sowie die Orientierung an Eltern, Gro├čeltern und Geschwister sind wichtige Voraussetzungen f├╝r die Entwicklung von individueller Pers├Ânlichkeit.

Die vielf├Ąltigen, nicht immer einfachen Aufgaben von M├╝ttern und V├Ątern verdienen deshalb h├Âchste Wertsch├Ątzung. Das ist mir wichtig. Familien- und Bildungspolitik, Chancengerechtigkeit und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sind Leitlinien unseres politischen Handelns. Th├╝ringen z├Ąhlt als Familien- und Bildungsland zur Spitze in Deutschland. Wir wollen die besten Rahmenbedingungen f├╝r unsere Kinder und ihre Eltern. Unsere Betreuungsangebote, unsere differenzierten Bildungseinrichtungen erhalten national und international viel Anerkennung und hohe Akzeptanz. Weltweit wird zum Beispiel an den meisten internationalen deutschen Schulen nach Th├╝ringer Lehrpl├Ąnen unterrichtet ÔÇô eine sch├Âne Best├Ątigung unseres erfolgreichen Weges. Der Freistaat Th├╝ringen hat sich zudem l├Ąngst mit Baden-W├╝rttemberg, Bayern und Sachsen im Spitzenquartett des f├Âderalen Bildungssystems etabliert. Auch auf diese Leistung k├Ânnen die B├╝rgerinnen und B├╝rger unseres Landes zu Recht stolz sein.

Aber nichts ist so gut, dass es nicht weiter verbessert werden kann. Wir wollen allerdings keine Gleichmacherei. Die j├╝ngste Geschichte hat gezeigt, dass damit kein demokratischer, freiheitlicher Staat zu machen ist. Wir wollen die besten Rahmenbedingungen f├╝r unsere Kinder und Eltern. Deshalb haben wir beschlossen, die Familienoffensive weiterzuentwickeln. Dazu z├Ąhlt die Einf├╝hrung einer Landespauschale f├╝r alle ein- und zweij├Ąhrigen Kinder. Wir schaffen damit die Voraussetzungen, dass 1000 zus├Ątzliche Fachkr├Ąfte in den Kitas eingestellt werden k├Ânnen. Zudem wird das Landeserziehungsgeld ab dem 01. Januar 2010 nicht mehr ein, sondern zwei Jahre gezahlt. Und der Rechtsanspruch auf Betreuung ab dem 02. Lebensjahr wird gesetzlich gesichert. Dar├╝ber hinaus werden bis 2013 bis zu 150 Millionen Euro in den Ausbau von Krippenpl├Ątzen und Kitas investiert, um die r├Ąumlichen Voraussetzungen f├╝r einen Rechtsanspruch ab dem 02. Lebensjahr zu sichern. Wir haben uns viel vorgenommen. Und wir werden diesen Weg gemeinsam mit den Th├╝ringerinnen und Th├╝ringern, mit den St├Ądten und Gemeinden zielf├╝hrend zur├╝cklegen.

Unsere Vorhaben kosten Geld. Ich versichere Ihnen, die von mir gef├╝hrte Landesregierung bleibt auch in schwierigen Zeiten und ├╝ber Legislaturperioden hinaus der Garant f├╝r solide Finanzpolitik. Wir bauen keine Luftschl├Âsser. Die B├╝rgerinnen und B├╝rger k├Ânnen sich darauf verlassen: Wir stehen f├╝r zukunftsf├Ąhige Bildung, starke Familienstrukturen und f├╝r aktive Wirtschafts-, Arbeitsmarkt- und Mittelstandspolitik. Wir halten prinzipiell am Neuverschuldungsverbot fest, sichern aber selbstverst├Ąndlich Handlungsf├Ąhigkeit in Krisenzeiten. Wir werden Reformen in der Verwaltung und beim B├╝rokratieabbau weiter vorantreiben. Das schafft Handlungsspielr├Ąume f├╝r Gestaltung und Konsolidierung.

Wir werden auch Schrittmacher im Bereich der erneuerbaren Energien bleiben. Denn das ist eine ma├čgebliche Voraussetzung f├╝r eine intakte Umwelt. Oben auf der politischen Agenda stehen ebenso die Weiterentwicklung des l├Ąndlichen Raums, die Sicherung der Sozialsysteme und nicht zuletzt die innere Sicherheit.

Th├╝ringen ist auf einem sehr guten Weg. Wir wollen aber auch weiterhin Ma├čst├Ąbe setzen, besonders in der Wirtschafts-, Bildungs- und Familienpolitik.

Ich w├╝nsche Ihnen ÔÇô auch im Namen meiner Frau und meiner Familie ÔÇô angenehme und erholsame Feiertage und freue mich auf zahlreiche Begegnungen mit den Leserinnen und Lesern des ÔÇ×Allgemeinen Anzeigers".

Ihr
Dieter Althaus
Th├╝ringer Ministerpr├Ąsident

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