Dieter Althaus

37308 Heilbad Heiligenstadt

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16.08.09 13:29

Einen so sportlichen Ministerpräsidenten hatte Thüringen noch nie.


von Benedikt Otto


Alt-Ministerpräsident Bernhard Vogel wandert und kletterte im Gebirge. Dieter Althaus ist sportlich in vielen Disziplinen zu Hause: Tiefseetauchen, Mountainbike, Fußball, Motorradfahren, usw.

Eine Sportart hat ihn allerdings in die Schlagzeilen gebracht: Abfahrtsski. Nach dem Skiunfall vom Neujahrstag 2009 ist er nachdenklicher geworden. Und so hat sich Althaus verändert, auch wenn er gesundheitlich schon wieder längst fit ist.

Das merkt man auch jetzt, im Wahlkampf. In Hintergrundgesprächen zeigt er sich abwägend, nachdenklich, überlegend. Aber immer sachlich und kompetent. Auf Großveranstaltungen und auf der Straße ist er der professionelle Wahlkämpfer: „Die CDU wird stärkste Partei in Thüringen. Wir werden die Gestaltungsmehrheit sichern."

Und er kann auf die Kanzlerin zählen: Sie kommt nach Thüringen, um ihren Parteifreund zu unterstützen.

Was aber passiert, wenn es in Thüringen ein rot-rotes Bündnis gibt? Nach Umfragen wäre das zurzeit nicht mehrheitsfähig. Aber darüber denkt Althaus öffentlich nicht nach. Das wäre unprofessionell: Althaus will gewinnen!
Althaus hat schon früh politisch agiert.

Der Diplomlehrer für Physik und Mathematik und stellvertretende Schulleiter ist seit 1985 Mitglied der CDU. Seit 1990 im thüringischen Landtag, ernennt ihn Bernhard Vogel 1992 zum Kultusminister in seinem Kabinett. Damit begann unaufhaltsam die politische Karriere des Eichsfelders. Bernhard Vogel hat ihn zu seinem Nachfolger vorgeschlagen und so ist er seit 2000 Landesvorsitzender und seit 2003 Ministerpräsident in Thüringen.

Mit 47,1 Prozent wird Althaus 2004 wieder in den Landtag gewählt und kann danach eine CDU Alleinregierung bilden. Dabei wählt er für sein Kabinett Minister aus, die schon lange bewiesen haben, dass sie ihr politisches Handwerk beherrschen. Althaus ist Mitglied des CDU-Präsidiums und gehörte dem Kompetenzteam der Kanzlerin für die Bundestagswahl an.

Althaus macht bundesweit Schlagzeilen, weil er bedingungslos ein „Solidarisches Bürgergeld" einfordert: Jeder Staatsbürger bekommt 800 € (600 € netto). Alle heutigen Sozialleistungen, wie Kindergeld, Wohngeld BAföG entfallen dafür. Damit will Althaus die Frage lösen, wie künftig soziale Sicherungssysteme finanziert werden können.

Im Moment ist dieses Projekt noch in der Vorbereitung. Aber für die Zukunft kommt man an dieser Diskussion nicht vorbei. Und Dieter Althaus hat schon mehrfach bewiesen, dass er Ausdauer hat - nicht nur im Sport.


VITA Herr Dieter Althaus

geboren 29. Juni 1958 in Heiligenstadt
Verheiratet
2 Kinder
Katholisch
1977 Abitur
1983 Lehrer an der POS Geismar
1987 stellv. Direktor
1985 Mitglied der CDU
1990 Kreisschulrat
1990 Landtagsabgeordneter in der CDU-Fraktion
1990 Dezernent für Schule, Jugend, Kultur und Sport im LK Heiligenstadt
1992 - 1990 Thüringer Kultusminister
2003 Vorsitzender der CDU-Fraktion im Landtag
2003 Thüringer Ministerpräsident
Vorsitzender Kolping-Bildungswerk Thüringen
Mitglied im Zentralkomitee der Deutschen Katholiken
Vorsitzender des Kuratoriums Stiftung Schloss Ettersberg
Präsident des Maximilian-Kolbe-Werk e.V.